Die Jungfreisinnigen Kanton Solothurn lancierten in Zusammenarbeit mit FDP Kantonsrat Markus Dietschi den «Volksauftrag Cannabis-Legalisierung», der mit 269 gültigen anstelle der 100 notwendigen Unterschriften zustande gekommen ist. Der jungfreisinnige Volksauftrag zielt darauf ab eine Standesinitiative mit der Forderung zu formulieren, den Anbau, Handel, Besitz, Konsum und die Abgabe von Cannabis zu legalisieren und analog zum Alkohol staatlich zu regulieren.

Für die Jungfreisinnigen ist klar, dass das Potenzial von Cannabis im Gesundheitswesen, der verarbeitenden Industrie und der Landwirtschaft genutzt, der Schwarzmarkt ausgetrocknet und die Präventionsarbeit durch die Einkünfte der Besteuerung von Cannabis ausgebaut und verbessert werden muss.

Des Weiteren muss aus jungfreisinniger Sicht konstatiert werden, dass die bisherige Prohibitionspolitik, die seit mehreren Jahrzenten konsequent verfolgt wird auf ganzer Linie gescheitert ist. Jeder Dritte erwachsene Schweizer hat bereits Erfahrungen mit Cannabis gemacht und rund 200’000 Personen konsumieren regelmässig Cannabis in der Schweiz. Angesichts dieser Zahlen wäre es unsinnig, den weit verbreiteten und meist friedfertigen Konsum weiter zu kriminalisieren, statt die Vorteile einer Legalisierung zu nutzen.

Für die Jungfreisinnigen Kanton Solothurn ist somit klar, dass eine Legalisierung von Cannabis und eine Regulierung analog Alkohol die richtige Lösung ist. Kantonsrat und Hanfbauer Markus Dietschi wird die Vorlage im Kantonsrat für den Jungfreisinn vertreten, so dass dieser schon längst überfällige Schritt auch in Bundesbern nicht mehr auf taube Ohren stösst.

Die Solothurner Regierung hat sich bereits im 2018 aufgrund eines Auftrags von Dietschi grundsätzlich positiv zum Thema Cannabis Legalisierung geäussert. Die Jungfreisinnigen Kanton Solothurn warten nun gespannt auf die Beratung ihres Volksauftrags im Solothurner Parlament.