Medienmitteilung – «Volksauftrag Cannabis-Legalisierung»

In den vergangenen Monaten konnte Kantonsrat Markus Dietschi erfolgreich grosse Medienaufmerksamkeit mit dem Thema Cannabis erreichen. Dabei wurde auf das enorme Potential der Cannabispflanze hingewiesen und festgehalten, dass dieses Potential nur genutzt werden kann, wenn Cannabis legalisiert wird. Die Jungfreisinnigen Kanton Solothurn haben diesen Missstand bereits seit längerer Zeit auf ihrer Agenda. Nach einem ersten gemeinsamen Treffen mit Dietschi war rasch klar, eine Zusammenarbeit könnte gut funktionieren und sehr bald Früchte tragen.

Um als externer Player das Thema aufzugreifen, haben sich die Jungfreisinnigen Kanton Solothurn entschieden, einen Volksauftrag zu lancieren, welcher darauf abzielt, eine Standesinitiative mit den Forderungen zu formulieren, den Anbau, Handel, Besitz, Konsum und die Abgabe von Cannabis zu legalisieren und analog zum Alkohol zu regulieren. Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber nicht länger die Augen vor diesem wichtigen Thema verschliesst, das Potential von Cannabis im Gesundheitswesen, der verarbeitenden Industrie und der Landwirtschaft erkennt, durch eine geschickte Regelung den Schwarzmarkt austrocknet, die Präventionsarbeit verbessert und dem Schweizer Bürger die Eigenverantwortung überträgt, welche er auch beim Alkohol durchaus im Stande ist wahrzunehmen.

Das heutige Verbot ist einerseits nicht zeitgemäss und entspricht nicht dem breiten Bedürfnis in der Gesellschaft. Der Nutzen für verschiedene wirtschaftliche und medizinische Bereiche wird mit der geltenden Regelung beinahe vollständig verunmöglicht. Diese Pflanze wird heute zu Unrecht verteufelt. Die Kriminalisierung von Cannabis-Konsumenten ist absolut unverhältnismässig im Vergleich zum Konsum von alkoholischen Substanzen und schafft zusätzliche Probleme und mehr Bürokratie.

Ist der Volksauftrag einmal eingereicht, wird der BDP-Kantonsrat Dietschi die Vorlage anschliessend im Kantonsrat vertreten und gemeinsam mit den Jungfreisinnigen erreichen, dass eine liberale, freiheitliche und vernünftige Forderung endlich auch beim Bundesgesetzgeber nicht mehr auf taube Ohren stossen kann.

Die Zusammenarbeit zwischen Dietschi und uns Jungfreisinnigen ermöglicht einen grösseren Rückhalt, eine breitere Abstützung des Themas und weist auf die Notwendigkeit einer Legalisierung für mehrere Generationen und verschiedene Bedürfnisse hin. Der Volksauftrag ist zudem das geeignete Mittel, viele Bürger aus dem Kanton Solothurn ebenfalls mit an Bord zu holen.

 

Ansprechperson für die Medien:

Philipp Eng, Präsident Jungfreisinnige Kanton Solothurn

079 837 94 81

philipp.eng@ggs.ch

 

Markus Dietschi, Kantonsrat BDP

079 673 93 78

 

2018-09-15T15:28:15+00:00 15. September 2018|